Roadbook CCBB 2010

Patricks Nachtrag zur Rallye


2010
05.29

Das Team ChittyChittyBangBang ist mittlerweile wieder vollständig und wohlbehalten in der Heimat angekommen.
Toby und Sven mussten ja schon direkt am Tag der letzten Rallyeprüfungen zurück zur Arbeit nach Deutschland fliegen.
Paul, Felix, Katja und ich blieben noch bis zur Siegerehrung in Jordanien, reisten danach nach Israel und von dort mit dem Flieger zurück nach Deutschland.
Die Zeit zwischen dem Ende der Rallye und der Siegerehrung nutzen wir zum Ausspannen am roten Meer und um die Sehenswürdigkeiten von Jordanien (totes Meer, Petra, Jerash und Amman) kennenzulernen.
Die Siegererhrung selbst fand im königlichen Jordanischen Automobilmuseum statt und war eine mehr als abendfüllende offizielle Veranstaltung. Extra dafür wurde der große Museumsparkplatz gesperrt, mit Teppichen belegt und ein riesiges Buffet sowie Stühle und Tische aufgebaut. Auf einer Bühne schüttelte ein Honorator (Veranstalter, Politiker, Polizisten und Militär) dem anderen die Hände, übergab ihm das Mikrofon und die Rallyeteilnehmer applaudierten brav bei jeder beendeten Rede, auch wenn sicherlich nicht jeder Teilnehmer die jordanischen Ansprachen verstand. Danach kam es endlich zur eigentlichen Siegerehrung, bei der wir den vierten Platz belegten. Anschließend eröffneten die fast verhungerten Rallyeteilnehmer auf eigene Verantwortung das Buffet :-).

Vor dieser Abendveranstaltung musste ich mit etwas Wehmut meinen BMW 525i touring im Hotel in Amman endgültig abgeben. Er geht in das Eigentum der Welthungerhilfe über, die ihn zum wohltätigen Zweck versteigert. In den Monaten vor der Rallye und insbesondere während der Rallye habe ich den Wagen schätzen gelernt, er hat uns trotz 300.000km Laufleistung zuverlässig zum Ziel der Rallye gebracht und bis auf ein paar verlorene unwichtige Kleinigkeiten (Nebel-Scheinwerfer, Heckscheibenwischer), defekte hintere Stoßdämpfer und viel Spiel im Antriebsstrang die Rallye äußerst gut überstanden. Insgesamt lag der Durchschnittsverbrauch bei knapp über 8L/100km.  Erstaunlich wenig, für ein altes Auto mit knapp 200PS.

Für mich war die Rallye ein tolles, erlebnisreiches Abenteuer, das mir ungemein viel Spaß bereitet hat! Ich neige stark dazu, das Ganze nächstes Jahr nochmal zu wiederholen..

Liebe Grüße ans Team und an alle, die uns im Internet während der Rallye verfolgt haben,

Patrick

Kommentare deaktiviert

Aqaba, Petra, Jerash und Amman


2010
05.16

Die Rallye ist vorbei und wir haben noch ein paar Tage drangehängt und etwas am roten Meer entspannt. Mit den lustigen Jungs Wollpulli, Brain, Drogenfahnder und dem Nesthäkchen vom Team Rallyebrothers hatten wir an der Strandbar viel Spaß.
Wir haben aber auch die Zeit genutzt und uns einige andere Sehenswürdigkeiten von Jordanien angeschaut. Neben dem Toten Meer sind Petra und Jerash sehr sehenswert.

Heute haben wir uns dann in Amman von unserem Auto verabschiedet. Es wird nun mit den anderen 245 Fahrzeugen zugunsten des World Food Programs der United Nations versteigert.

Katja

Amman!


2010
05.14

Heute Abend sind Felix und ich endlich in Amman angekommen. Katja und Patrick beschlossen noch ein zwei Tage am Roten Meer auszuspannen und werden Samstag oder Sonntag nachkommen. Unsere Route fuehrte uns am Toten Meer vorbei, in deem wir natuerlich ein kurzes Bad nahmen. Einmal im Toten Meer rumduempeln – Check. Am tiefsten Punkt der Erde gewesen – Check. Also weiter nach Amman. Dort sind wir an die zwei Stunden lang herumgeirrt, weil wir nicht glauben konnten, dass das “City Center” so unspektakulaer ist. Nun ist zu erwaehnen, dass unsere gute Berta seit der Jordanischen Grenze ihren Keilriemen hoeren liess. In Amman fiel Felix dann der Ausfall von ABS und Bremskraftverstaerker auf. Und direkt vor einem angenehmen Hotel gab die Batterie endgueltig ihren Geist auf (fuer die Technikfreunde unter den Lesern: Wir vermuten, dass ein mechanischer Schaden – evtl Kohlen abgefahren? – zu erheblicher Reiberhoehug in der Lichtmaschine fuehrte – daher der rutschende Keilriemen – und damit zu ungenuegender Ladung der Batterie (Nach Kickstart konnten wir – natuerlich ohne Licht – gerade noch den naechsten Parkplatz anrollen)). Damit hat unsere gute Karre mit einer Laufleistung von stolzen 403914 Kilometern, fehlender Heckschuerze (die liegt in der Wueste, nachdem ich bei einer Treibsanddurchfahrung mehr Gewicht auf die Hinterachse bringen musste), ungewuchteten Vorderraedern (seit den zwei Platten im Wadi Rum kommen die Raeder bei ca 80kmh in Eigenfrequenz. Erst bei 110kmh gehts wieder) und klapprigem Schaltgestaenge eine astreine Punktlandung an ihren Bestimmungsort geschafft. Berta, wir sind stolz auf dich.

Jetzt bleibt uns immer noch die Moeglichkeit eine neue Lichtmaschine einzubauen (5er gabs genug auf der Rallye) oder wir bedienen uns direkt am Autopool der Rallye und heizen noch ein Weile mit tiefergelegten Mercedesen ohne Endtopf, einem Camaro, einem Porsche oder dem A-Team Bus durch die Gegend. Ausserdem gabs da ja noch die Pandas…

Gruesse aus Amman

Felix und Paul