Roadbook CCBB 2010

Noch mehr Anekdoten


2010
05.13

Und wieder gibts ein paar zusaetzliche Geschichten zu Erlaeuterung und Erheiterung.

Wie Katja schon erwaehnte, ist die Polizei hierzulande ganz unser Freund und Helfer. Als wir in einer Ortschaft fuer einen Geldautomaten mit erhoehter Geschwindigkeit umdrehen (und dabei noch innerorts ueberholen), kommt just in diesem Moment ein Polizeiwagen entgegen. Wir fahren also mit schlechtem Gewissen rechts ran und waehrend zwei von uns schnell Geld abheben, erklaert der Polizist dem kleinlauten Patrick, wir fuehren in die falsche Richtung und sie wuerden uns nun (mit Blaulicht und Sirene) auf die Route zurueckeskortieren. Die Temperaturen kletterten waehrend der Fahrt uebrigens ueber die 40Grad-Grenze – ohne Klimaanlage dann doch ganz schoen warm, vor allem wenn die Fenster wegen waagrechtem Sandeinfall geschlossen bleiben muessen.

Die Wuestenstrecke, die das OK fuer uns ers0nnen hatte, war mit unseren Waegen eine abenteuerliche Genussfashrt. Leider kamen aber nicht alkle so flott durch die Wueste wie wir (oder die Pandas, eine Horde durchgeknallter Oesterreicher mit Winzschuesseln – siehe Felix Fotos – lustige Truppe, die alle drei Waegen heil durchgebracht haben!!) und es gab viele Treibsandopfer und den einen oder anderen Totalausfall. Da das OK aber sehr gute Verbindungen zur Jordanischen Obrigkeit hat, durchforsteten ab Einbruch der Daemmerung mehrere Beduinen und Militaers das Wuestenstueck nach Liegenbleibern, sodass niemand dazu gezwungen war in der Wueste zu campieren. Mittlerweile hatten sich aber scjhon ein paar Wagenburgen gefunden, deren Insassen beschlossen, die Wuestennacht bei Lagerfeuer und Wein zu feiern. Trotz Erschoepfung gab es nur wenige Beschwerden, meistens war von einem tollen Erlebnis die Rede.

Die letzte Sonderpruefung fand naechstentags um die Kamelrennbahn des Wadi Rum statt. Die Strecke war schnurgerade mit nur zwei Wendepunkten, dazu bretthart mit einigen schwer erkennbaren Graeben oder Schwellen durchzogen. Waren viele Fahrzeuge schon vom Vortag in Mitleidenschaft gezogen, gab dieser Haertetest einigenb weiteren Fahrzeugen den Rest. Da sie ploetzlich in die Staubwolke des vorausbrausenden Teamkollegen gerieten, konnten der Fahrer Felix und Copilot Paul bei null Sicht einem enormen Schlagloch nicht rechtzeitig ausweichen und zogen sich die erwaehnte Schaltblockade zu. Ein beherzter Anschubser von Patrick behob diese Problemnatik gluecklicherweise (evtl Stein in Schaltgestaenge?).

Nachmittags ging es endlich ans lang ersehnte Meer zur noch laenger ersehnten Entspannung. Tobi und Sven mussten leider schon am gleichen Abend berufs- und baubedingt abreisen. Seit ueber zwei Tagen haengen wir also hier in einem riesigen Hotelkomplex am Meer mit vielen anderen Teams ab und erholen uns von den Strapazen der Reise. Heute haben wir einen Halbtagesausflug nach Petra gemacht um doch noch ein wenig Kulturprogramm unterbringen zu koennen. Der Tag war unglaublich warm und die Touristenmasse unangenehm gross. Auf Hoehe des Schatzhauses (Das ich als Indiana Jones Fan unbedingt sehen wollte) beschlossen wir also, die Ruinen den Japanern zu ueberlassen und kehrten zurueck ans Meer. Interessant ist uebrigens, dass viele japanische Frauen genauso vermummt herumlaufen wie arabische – nur nicht aus religioesen Gruenden, sondern aus Panik vor Krankheiten.

Morgen werden wir ein kurzes Bad im toten Meer nehmen um danach weiter nach Amman zu fahren. Dort bleiben wir dann bis zur Siegerehrung am 16ten.

Gruesse vom Roten Meer

Paul

Bildupload Felix


2010
05.13

Hallo zusammen,

ich hab mich bis jetzt ja relativ zurueckgehalten mit der grossen Bloggerei, aber heut abend dacht ich mir, jetzt lad ich doch mal ein paar Bilder hoch. Also hier einige Impressionen von Beginn bis Ende unseres kleinen Trips:

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Von Damascus nach Wadi Rum


2010
05.13

Die letzte Etappe unserer Reise führte uns mitten in die Wüste nach Wadi Rum. An der jordanischen Grenze wehte ein ziemlich starker Wind, der bei der Hitze sehr angenehm kühlte, im weiteren Verlauf unserer Fahrt erwies er sich jedoch als ausgewachsener Sandsturm, der die Sicht sehr stark einschränkte. Zum Glück stand an jeder Kreuzung ein Polizeiauto, dessen Insassen uns allen freundlich zuwinkten und die Richtung zeigten. Da wir offiziell Gäste des Königs sind, hatte die Polizei an diesem Tag die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir uns in Jordanien nicht verfahren…
50 km vor der eigentlichen Straße winkte uns dann die Polizei in die Wüste und schickte uns mitten in den Sandsturm. Wir mussten uns 35 km querfeldein auf unbefestigten Sandpisten durch die Wüste kämpfen, alles in einem extrem hohen Tempo, um nicht im tiefen Sand stecken zu bleiben. Dabei kamen wir ständig an anderen Teams vorbei, die feststeckten, manche konnten sich mit gemeinsamen Kräften aus dem Sand befreien, andere verbrachten die Nacht in der Wüste. Wir hatten Glück, dass wir nicht die ersten waren und so schon vor einigen schwierigen Stellen vorgewarnt wurden. Trotzdem fuhren wir uns einmal fest, konnten uns aber selbst befreien.
Die Wüstendurchquerung kostete einige Teams mindestens ein Fahrzeug. Gebrochene Achsen, defekte Getriebe, aufgerissene Ölwannen… Wir kamen mit eineinhalb abgerissenen Stoßstangen und einem verlorenen Nebelscheinwerfer echt billig davon.
Die Nacht verbrachten wir in einem Camp mit Beduinenzelten.
Am nächsten Tag stand dann das Wüstenrennen auf dem Programm. Beim Aufwärmen zog sich das Fahrzeug von Felix und Paul zwei Plattfüße zu. Ein anderes Fahrzeug legte sich elegant auf die Seite.
Leider fiel dann während des Rennens bei Felix und Paul zeitweise das Getriebe aus, so dass Patrick den Wagen von hinten anschieben musste und den Schubverbund auf 120 km/h beschleunigte, so dass wir letztendlich doch noch ganz gut durchs Ziel kamen.

Katja